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Vom AuseinanderGehen

Stell dir vor:

Du bist mit einem wundervollen Menschen in einer Liebesverbindung.

Nach einer gewissen Zeit (völlig egal wie lange) verändert sich der Raum zwischen euch und es will sich etwas transformieren. 

In vielen Fällen kommt es dann zu einer Trennung.

Eines LosLassens von dem was war und eine Transformation in etwas Neues mag geschehen.

Ihr folgt diesem Ruf, gemeinsam verabschiedet  ihr all das Wunderbare was euer Leben zu zweit bis hierhin war. 

Ihr lasst euch Zeit wertschätzend und dankbar anzuerkennen was für Schönheit ihr teilen durftet. 

Ihr findet auch noch die kleinsten Goldtropfen eures Zusammenseins und gebt ihm den Raum. 

Wenn Tränen fliessen wollen, haltet ihr euch gegenseitig, denn - wer kann dich in dieser Situation besser verstehen und fühlen als der Mensch mit dem du all das erlebt hast?

Er oder Sie weiss was du gerade am loslassen bist.

 

Die Frage kann sein „ Was dient der Verbindung?“

Denn auch wenn ihr eine neue Form am finden seid, ihr habt in der gemeinsamen Zeit ein Fundament gelegt für eine Verbindung die euch noch lange begleiten könnte. 

In einer Trennungsphase zeigen sich nochmals ganz neue Gesichter vom geliebten Menschen.

Wir haben die Möglichkeit uns noch besser und tiefer kennen zu lernen, gegenseitig und ich mich selber. So könnten ExPartner Vertraute fürs Leben werden.

 

Das ernten des gemeinsam gesäten Gold darf soviel Zeit in Anspruch nehmen wie es braucht. 

Wenn sich dann der Raum anfängt zu lichten und ihr langsam mit der Aussenwelt beginnt darüber zu teilen. Macht ihr das in in dieser dankbaren, wertschätzenden Art und Weise. 

Ihr seid aufgebrochen worden vom Tod und ihr prüft gut wen ihr in diesen zarten Raum einlädt.

Diese Menschen, die ihr mit einbezieht, halten euch achtsam und lichtvoll den Raum im aussen.

Dann seid ihr zwei von einem sicheren Raum umhüllt für den sensiblen Prozess der Auflösung und Neufindung.

Vertrauen in die Liebe und Verbindung zwischen den zwei Liebenden kann wachsen.

Trotz der Form die sich verändert. 

 

Ich beobachte an mir und anderen dass wir eine sehr traurige Kultur der Trennung haben.

Dann läuft in vielen Fällen ein SchadProgramm, im Kern auf alten Verletzungen gewachsen.

Dieses Programm stört den intimen und tiefen Prozess der Transformation.

Das Programm denkt und fühlt zerstörerische Sachen über die gemeinsame Zeit und den anderen Menschen. 

Es zementiert seine „Wahrheit“ indem es darüber spricht mit dem anderen Menschen, sich selber  und mit anderen Menschen, die dann daran glauben und mitfühlen dass diese Liebe sowieso irgendwie „nicht gut“ war und keine DaSeinsBerechtigung hat. 

In den Menschen die so eine Art der Trennung bezeugen und miterleben, kann ihr eigenes SchadProgramm genährt werden dass es sowieso keine „schöne“ Liebesverbindungen gibt. Resignation macht sich breit, je älter wir werden.

Hinzu kommt die gesellschaftliche Prägung: Wenn der Tod vorbeikommt „muss“ jemand schuld sein. 

Im Fall einer Trennung werden Schuldige gesucht und meist gefunden. 

Je nach Prägung und Situation ist der andere Schuld, oder man selber weil man alles falsch gemacht hat... oder sogar Beides.

 

In meinem Leben habe ich vor Jahren eine sehr traumatische Trennung durchlebt.

Seit dieser Zeit weiss ich:

Ich lasse so etwas nicht mehr geschehen.

Ich lerne einen Menschen erst richtig kennen wenn wir uns trennen.

Wir dürfen uns erlauben auseinander zu gehen. Es muss nicht bis ans LebensEnde gleich bestehen.

Es gibt keine Schuldige! (Nur Verletzte und Überforderte)

Wir dürfen im Vertrauen bleiben, wir sind in Transformation nicht auf dem Schlachtfeld.

Die Liebe darf weiterhin auf uns scheinen und sie wird ein Leben lang teil von unserem Raum sein wenn wir das erlauben.

Es wird nicht weniger schmerzhaft wenn wir alles was unser gemeinsames Leben ausgemacht hat kurz und klein schlagen... ich finde es wird schmerzvoller.

 

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